Berchtesgadener Molkerei setzt „Projekt Zukunftsbauer“ fort…

…und gewinnt 2024 zum zweiten Mal den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Das Projekt Zukunftsbauer ist eine gemeinsame Förderaktion der Berchtesgadener Molkereigenossenschaft und dem Discounter Penny. Beim Kauf von Zukunftsbauer-Produkten der Berchtesgadener Molkerei spendet Penny einen Teil der Marge an das Projekt – und die Molkerei verdoppelt diesen Anteil. So kamen bislang schon ca. 1,5 Mio Euro zusammen, die an teilnehmende Landwirte in Form von Zuschüssen bis zu 10.000 Euro zu klimaschonenden energetischen Projekten ausgezahlt werden. Solche Projekte können sich auf den Auf- oder Ausbau von Solaranlagen, die Einführung von Elektromobilität am Hof, Heizung, Milchkühlung, Energiemanagement oder Beleuchtung/ Klimatisierung von z.B. Viehställen beziehen.

Hofansicht eines typischen „Zukunftsbauer-Anwesens“

Das gemeinsame Projekt von Berchtesgadener Molkerei und dem Discounter Penny wurde im Jahr 2021 initiiert. Im Dezember 2023 zogen die Beteiligten Bilanz: Bis zu diesem Zeitpunkt „wurden knapp 400 Maßnahmen für Energiespeicherung, -erzeugung und Effizienzsteigerung gefördert. Damit wurde ein Investitionsvolumen für Energieeffizienz in der Landwirtschaft im Alpenraum von über 8 Mio. Euro realisiert. Der Schwerpunkt lag auf PV-Anlagen, Energiespeicher und Energieeinspar-Technik“.

Philipp Stiehler, Geschäftsführer Rewe Group Buying/Ware Discount, betont den Wert dieser Kooperation: „Das von Berchtesgadener Land entwickelte Zukunftsbauer-Projekt hat uns voll überzeugt, denn es nimmt alle Akteure der Lieferkette mit: VerbraucherInnen, Molkerei, Landwirtschaft und Handel“.

Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land, bestätigt, dass das anfangs auf drei Jahre terminierte Projekt aufgrund des großen Erfolges weitergeführt werden soll. Zurzeit (Dezember 2023) stehen weitere 140 landwirtschaftliche Betriebe auf der Bewerbungsliste des Projekts.

Die Molkereigenossenschaft kann für sich in Anspruch nehmen, im Agrarsektor zu den Pionieren bei Umweltschutz, Tierwohl und Nachhaltigkeit zu gehören. Bereits 1973 begann das Unternehmen, Bio-Milch zu verarbeiten und den Kunden zugänglich zu machen. Der konsequente Verzicht auf Gentechnik und Glyphosat. Nachhaltigkeit ist auch das oberste Gebot, wenn es um die Verpackung der Produkte, die Energieeffizienz bei der Herstellung und die Logistik geht. Die Genossenschaft mit strikt regionalem Ansatz – „zwischen Watzmann und Zugspitze“ arbeitet inzwischen mit über 1.800 Landwirtschaftlichen Betrieben zusammen.

https://bergbauernmilch.de/

Text: Werner Köstl
Bilder: Berchtesgadener Molkerei

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