Deutsche Alpenstraße nachhaltig erfahren – mit dem Audi Q4 e-tron Tour-Blog Tag 2

Biohotel Eggensberger – Walderlebniszentrum Ziegelwies – Elektrische Eiskutsche – Museum der bayerischen Könige/Schloss Hohenschwangau – Festspielhaus Neuschwanstein

Nach einer erholsamen Nacht konzentrierte ich mich auf das Treffen mit Andreas Eggenberger. Die Zertifizierung als Biohotel ist nur eine der Besonderheiten seines Hauses. Elektrosmog-Reduktion in den Hotelzimmern, hausgemachte Stromversorgung durch Sonnenenergie und 16 Ladepunkte zum Laden der eigenen Elektro-Flotte und die Versorgung der „Gästestromer“ sind weitere Selbstverständlichkeiten dieser vorbildlichen Destination für nachhaltige Hospitality. Über die Entwicklung seit meinem letzten Besuch vor drei Jahren wollte ich mit ihm zum Frühstück sprechen. Kurz vor dem Gespräch ging ich noch einmal den Tourplan für diesen Tag durch. Darin stand ein weiterer Besuch des Walderlebniszentrums Ziegelwies auf der Agenda. Das Gespräch mit dessen Geschäftsführerin Carolin Klughammer und ein Gedankenaustausch mit Guiseppe Montuori, Betreiber einer elektrisch motorisierten „Eiskutsche“. Nach einem Abstecher zum Speicherkraftwerk Roßhaupten und einer Tour um den Forggensee sollte es nachmittags zum Museum der bayerischen Könige und zu einem Besuch des Schlosses Hohenschwangau weitergehen. Die Vorfreude auf den letzten Zielpunkt am späten Nachmittag, dem Musical „Zeppelin“, im Festspielhaus Neuschwanstein, brachte mich in freudige Stimmung auf den Verlauf von Tag 2 meiner E-Tour Deutsche Alpenstraße.

Der Innovator Andreas Eggensberger

Wir widmeten uns zunächst der E-Mobiltät und der Entwicklung eines nachhaltigen Energiekonzeptes für das Hotel. Für den e-mobilen Vorreiter gehören „Steckerfahrzeuge“ inzwischen längst zur Normalität ebenso wie E-Autos für den Arbeitsweg der Mitarbeiterinnen als Incentivtool.  

Ausschnitt der großen E-Fahrzeugflotte des Biohotels Eggensberger

Im Themenfeld Energie hat sich A. Eggensberger mit anderen Hoteliers, dem Bundesleistungszentrum für Eishockey sowie drei landwirtschaftlichen Betrieben vernetzt und eine digitale Plattform geschaffen, auf der untereinander die einzelnen Strombedarfe und Erzeugungen eingesehen werden können. Es wurde somit eine Plattform zum interaktiven Strommanagement geschaffen. Ziel des Pilotprojektes ist es zu zeigen, dass es sich lohnt, Strom selbst zu erzeugen und damit u.a. auch E-Autos zu laden, ohne dabei die Stromversorgung zu gefährden. Die Beteiligten arbeiten auf diesem Gebiet auch eng mit der Hochschule in Kempten zusammen.

Andreas ist der Impulsgeber einer umfassend gedachten Nachhaltigkeit, der andere zum Mitmachen anregt

Durch die angeregte Unterhaltung begab ich mich mit etwas Verspätung in Richtung Walderlebniszentrum Ziegelwies in Füssen. Von einem hellen Blau hatte sich der Himmel Allgäu-typisch rasch zu einem grau-blau melierten Stratocumulus-Baldachin gewandelt.

Walderlebniszentrum, Gespräch mit Caroline Klughammer

Bei leichtem Nieselregen empfing mich die Geschäftsführerin Frau Klughammer direkt am Eingang des Ausstellungsgebäudes. Ihr Lachen hellte die aktuelle Wetterlage sofort auf, auch war ich froh, die Begehung des Waldpfades bereits am Vortag absolviert zu haben. So konnte ich mich auf die Ausstellung „Mein Wald“ unter Führung von Carolin Klughammer konzentrieren. Zum besseren Verständnis bediente sie selbst die unterschiedlichsten interaktiven Module, die den Besuchern den Wald in all seinen Facetten offenbaren sollten.

Frau Klughammer, Geschäftsführerin des WEZ, im künstlerisch gestalteten Holzpavillion

Begleitende Filmsequenzen unterstützen neben den haptischen und Geruchs-Erfahrungen die anderen Sinne wie Auge und Ohr. Auf engstem Raum ergänzen künstlerisch gestaltete Elemente und lokale Handwerkskunst die Ausstellung und erweitern somit das Naturthema Wald um kulturelle Aspekte.  Und wer sich darauf einlässt, gelangt möglicherweise angesichts der Ruhe-Oase Wald zu einer tieferen Kontemplation und Reflexion über den aus der Forstwirtschaft stammenden Begriff der Nachhaltigkeit.

Interaktive Lern- und Erlebniselemente prägen das museumspädagogische Konzept des WEZ

Im Anschluss an die Führung wechselten wir die Lokalität und setzten unser Gespräch im Holzpavillon gegenüber dem großen Ausstellungsgebäudes fort. Dort erwartete uns bereits Giuseppe „Beppo“ Montuori mit einem frisch zubereiteten Vanille-Eis aus seiner Eismanufaktur und einem traumhaft duftenden Cappuccino.

Der Pavillon war erfüllt von einer wohligen Duftnote aus Naturhölzern, Kaffee und Vanille. Eine einzigartige Komposition, die unsere Gespräche beflügeln sollte. Frau Klughammer erwähnte so nebenbei – eigentlich sensationell -, dass der Tagestourismus in der Sommerzeit 2021 trotz Corona Rekord-Höhen erreichte. Das spricht für die Einzigartigkeit des Walderlebniszentrums.

Beppos´e-mobile Eiskutsche

Beppo servierte uns den Cappuccino und es bot sich dabei die Gelegenheit, mit ihm zumindest in kurzen Zügen über die Erfahrungen mit seiner speziellen Anwendung der E-Mobilität zu sprechen. Beppos Eiskutsche ist nämlich ein e-mobiles Vehikel.

Beppos´s Eis aus regionaler Heumilch versüßte unser Interview

Ein Hingucker zu verschiedensten Anlässen, vor allem aber im Sommer ein emissionsfreies Transportmittel für das kulinarische Angebot von Beppos Eismanufaktur. Jeder Füssener und Hopfener, ebenso die geballte Ansammlung internationaler Touristen, kennt dieses von zwei Elektromotoren angetriebene Gefährt.

Die elektrische Eiskutsche, eine Attraktion für Einheimische und Touristen

Museum der bayerischen Könige und Schloss Hohenschwangau

Mit Blick auf die Uhr und zufrieden über den intensiven Austausch über Wald und Elektro-Eiskutsche verabschiedete ich mich von beiden Gesprächspartnern und setzte meine Tour fort. Pünktlich bog ich auf die Alpseestraße in Hohenschwangau ein und stellte mein E-Fahrzeug nur wenige Meter vor dem Museum ab.

Viel bestaunt von Touristen und neugierigen Passanten durfte ich erst mal diverse Fragen zu meinem Tourfahrzeug beantworten: „Ja, das ist das neue ElektroAuto von Audi, der Q4 e-tron mit Allrad-Antrieb.” Das Frage-Antwort-Spiel ging noch eine Weile weiter, bis mir winkend Herr Günther, der Direktor der Neuschwanstein Hotels & Events entgegen kam.

Angekommen vor dem Museum am Ufer des Hohenschwangauer Alpsees

Wir hatten 45 Minuten für unseren Besuch vereinbart, inklusive einer Führung durch das Museum der Bayerischen Könige und eines Besuchs des Schlosses Hohenschwangau. Wir entschieden uns, mit dem Schlossbesuch zu starten und nutzten bereits die Fahrzeit zum Gespräch über das Thema König Ludwig als Innovator. Herr Günther kannte noch alle Urenkel des letzten Bayerischen Königs. Gut so, denn ich wollte erfahren, ob und wie sich das Thema Nachhaltigkeit und Innovation im Umfeld dieser gesellschaftlichen Gruppe widerspiegelt. Wenige wissen auch, dass König Ludwig II. für die Bauarbeiter am Bau des Schlosses eine Krankenversicherung abgeschlossen hatte, um die Familien im Falle eines schweren Unfalls oder des Todes einer Person abzusichern. Zu dieser Zeit bereits sehr fortschrittlich gedacht und gehandelt.

Herr Günther lud zur Schlosstour in Hohenschwangau

Ludwig II, ein echter Visionär

Beeindruckend, wie das Schloss in seiner leuchtend gelben Farbe mit den Zinnen und Türmchen in den Himmel ragt. Unseren Dialog fortsetzend, durchschreiten wir das Haupttor und bewegen uns in Richtung Schlossgarten. Ludwig II. wäre sicher ein Fan der E-Mobilität gewesen, meint Herr Günther. So habe er etwa den Bau des ersten Wasserkraftwerks der Welt veranlasst, das erste elektrisch beleuchtete Theater der Welt gebaut, das erste elektrisch beleuchtete Fahrzeug der Welt – seinen Prunkschlitten – genutzt, wobei die Batterie in einem Kasten unter der Sitzbank untergebracht war. Selbst die Helligkeit der Glühbirne konnte man über ein Potentiometer steuern. Wieviel wertvolle Zeit vergehen musste, bis wir jetzt da ansetzen, wo ein als verrückt geltender König aus Bayern längstens in der Umsetzung sinnvoller Technologien war. Einige der heutigen Global-Player profitieren heute noch immer von der Visionskraft dieses Monarchen. Selbst das erste Telefon war im Schloss Neuschwanstein im königlichen Einsatz. Und dass Ludwig II. als einer der ersten Bauherren Stahl zum Bau verwendet hat, auch in Neuschwanstein, dürfte wohl den Wenigsten bekannt sein.

Und heute, nach der Zeit des Märchenkönigs? Ich erfuhr, dass sich vor allem Prinz Ludwig von Bayern, der Ururenkel des letzten bayerischen Königs, als Entwicklungshelfer in Kenia engagiere. Seine Domäne seien dabei IT- und Wasser-Projekte. Im Stillen denke ich, Elon Musk könnte es ihm ruhig gleichtun ebenso wie weitere Größen aus den „Fürstentümern“ des Silcon Valley.

Die Schwester, Auguste von Bayern, engagiere sich beispielhaft für den Artenschutz und sei eine international anerkannte Ornithologin, sehr engagiert auch am geplanten Bau des Naturkundemuseum „Biotopia“ in München, welches das Thema Artenschutz in den Vordergrund stellen soll. Beinahe hätte ich die wunderbaren Ausblicke rings um mich herum vergessen. Schloss Neuschwanstein eingesäumt in das herbstliche Bunt der Laubbäume, dahinter Felsgestein und dunkelgrüner Nadelwald und darüber blauer Himmel. Postkartenmotive im 360-Grad-Rundumblick. 

Rundfahrt um das Schloss Hohenschwangau

Schon wieder ist das vorgegeben Zeitmaß überschritten. Also schnell noch einmal die Fürsten-Straße zum Museum hinuntergefahren, damit ich zumindest noch kurz ein Zukunftsprojekt im Museum kennenlernen kann. Leider wird es nur ein kurzer Blick auf die 3-D-Animation über Ludwigs Traum einer Seilbahn vom Alpsee hoch zum Schloss und dann im Schnelldurchgang noch durch die neu gestalteten Ausstellungsräume des Museums.

Herr Günther begleitete mich zum Wagen und wünschte mir eine tolle Vorstellung im Musical „Zeppelin“. Ich „stromere“ los, um auf dem Rückweg zum Hotel Eggensberger noch einige Bilder rund um den Forggensee zu machen und mich dann zum Festspielhaus in Füssen zu begeben. Vier Stunden Musical über einen Zeppelin? Lassen wir uns überraschen.

Festspielhaus Neuschwanstein und das Musicalerlebnis „Zeppelin“

Bei meinem letzten Besuch anlässlich der Aufführung des Musicals „Ludwig2 – Das Musical“ vor zwei Jahren hieß das jetzige Festspielhaus Neuschwanstein noch Festspielhaus Füssen. Ich erinnerte mich, dass ich damals mit dem Eigentümer des Festspielhauses, Manfred Rietzler, vor der Aufführung ausgiebig über das Themenfeld E-Mobilität gesprochen hatte und ihm seine erste Fahrt mit einem Top-E-Auto ermöglichte. Er war tief beeindruckt. Ich bin mir sicher, dass dieses einzigartige Theater- und Festspielhaus als Schauplatz von Weltpremieren großer Musicals auch für die Präsentation von neuen E-Automodellen prädestiniert wäre.

Das Festspielhaus Neuschwanstein ist dank modernster Technik eine perfekte Eventlocation

Damit komme ich zum gleichfalls „technisch“ anmutenden Titel „Zeppelin – Das Musical“. Für die interessierten Leserinnen empfehle ich die diversen Kritiken und Kommentare, die es reichlich im Internet zu finden gibt, auch auf der Webseite des Festpielhauses Neuschwanstein. Nur ein kurzer, persönlicher Kommentar zur Aufführung: Weltklasse inszeniert und in allen Rollen bestens besetzt.

Nach vier Stunden und einem Vollbad unterschiedlichster Gefühle, genoss ich in Hochstimmung die Fahrt im leise summenden Stromer zurück zum Hotel nach Hopfen am See. In Gedanken diesen ereignisreichen Tour-Tag vorüberziehen lassend. Welch eine Ansammlung unterschiedlichster Visionäre: Andreas Eggensberger, der E-Pionier und Tausendsassa im Feld nachhaltiger Projekte, die Ideenentwickler und Umsetzer des Walderlebniszentrums Füssen, Beppo, ein echtes Unikum mit seiner E-Eiskutsche, der „verrückte Märchenkönig“ und Visionär Ludwig II. und zuletzt noch der Erfinder der Luftschifffahrt Graf Zeppelin in einer musikalischen Inszenierung. Ein großartiges Potpourri, genug Stoff zum Träumen und der gelassenen Vorfreude auf den nächsten Tour-Tag.

Kultur vor Naturkulisse: Eindrücke während der Aufführungspause im Garten des Festspielhauses

Text und Bilder: Elmar Thomassek
Bild Eiskutsche vor dem Festspielhaus: Giuseppe „Beppo“ Montuori

Links:

https://www.eggensberger.de/

https://www.walderlebniszentrum.eu

https://www.montuori.de

www.museumderbayerischenkoenige.de

https://das-festspielhaus.de

Geschrieben von

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.