Südsteiermark: „Pures Leben”

Der „Bergweinbau“ an steilen Hängen der Steiermark bringt vorzügliche weiße und rosa Tropfen hervor.

EINFACH SCHÖN: Dietmar Silly beherbergt seine Gäste in sorgsam gebauten Premium-Ferienhäusern. Versorgt sie mit allem Nötigen und allerlei Köstlichem. Gibt ihnen Raum zum Innehalten und Atemschöpfen. Und ein E-Auto für die Erkundung der einzigartigen Genussregion im Süden der Steiermark.

Steiermark. Wer denkt da nicht zuerst an hohe Gipfel, stille Bergseen, idyllische Almen oder auch an weite Wälder, wilde Wasser und tiefe Schluchten? Die alpinen und Wald-Regionen sind indes längst nicht die einzigen Attraktionen des mit ihren vielfältigen Landschafttypen und unterschiedlichsten Klimazonen reich gesegneten österreichischen Bundeslandes. So assoziieren etwa Liebhaber guter Küche das „grüne Herz Österreichs“ vor allem auch mit seinem „grünen Gold“, dem wunderbar nussigen Kürbiskernöl, dessen Heimat in der „an- deren“, der südlichen Steiermark liegt. Einer wildromantische Region, die mit ihrem ständigen „Auf und Ab“ der Weinberge, den Pappeln auf ihren „Rieden“ und den allgegenwärtigen Rebhängen an toskanische Landschaftsbilder erinnert. Wie nur in wenigen Gegenden Europas finden Naturschönheiten, edler Wein und andere kulinarische Köstlichkeiten zu ei- ner derart perfekten Symbiose zusammen wie im Steirischen Weinland. Entlang der acht Steirischen Weinstrassen haben sich über 2000 Winzer angesiedelt und produzieren hier seit vorchristlicher Zeit Wein.

Einige servieren den Gästen in ihren „Buschenschänken“, oft erfreulich unprätentiös gehaltenen Gartenlokalen, allerlei Köstliches aus eigener Produktion. Dort kann man die vorwiegend weißen Weine der bevorzugten Sorten Morillon (Char-donnay), Riesling, Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Welschriesling verkosten. Vielerorts von malerischen Ausblicken in die faszinierende Hügellandschaft begleitet, gibt man sich dort mit Lust auch anderen steirischen Schmankerln und selbstgemachten Gaumenfreuden hin.

Zum Standardangebot einer jeden „Open Air“-Schankwirtschaft gehört eine deftige, auf dem Holzteller oder -Brettser- vierte „Brettljause“. Es gibt sie in zahlreichen Varianten und sie wird je nach Gusto und der Verfügbarkeit der einzelnen Bestandteile von fast jedem Winzergastwirt anders zusam- mengestellt. Komponiert aus einem opulenten Spektrum von typischen Zutaten.

Buschenschänken: natürliche und kulinarische Genüsse ohne Schnickschnack. Grandiose Ausblicke inbegriffen.

Dazu gehören etwa

  • Geselchtes (Rauchfleisch)
  • Streichleberwurst
  • Diverse Speck- und Schinkenvariationen
  • Käse
  • Grammelschmalz
    ungewürztes Schweineschmalz mit ausgebratenen Speckteilen
  • Liptauer
    Streichkäse mit Butter oder Rahm und geschmacks- gebenden Zutaten wie Paprika, Zwiebel und Kümmel
  • Verhackert
    Brotaufstrich aus geräuchertem, kleingehacktem Speck, Salz und Gewürzen wie Knoblauch und Pfeffer.
  • Frisch geriebener Kren (Meerrettich)
  • Kernöl-Aufstrich
    Brotaufstrich aus Topfen (Quark), Sauerrahm, Knoblauch,
  • Salz, Pfeffer und feingehackten Kürbiskernen
  • Kalter Schweinebraten
  • Trockenwürstl
    geräucherte, luftgetrocknete Hartwürste
  • Hartgekochte Eier
  • Gemüse wie Gurkerln, Radieschen, Paprika
  • Bauernbrot

Liest sich nicht gerade nach Diätküche. Keine Sorge, sie ist es auch nicht! Dafür meist ein herrlicher Schmaus, begleitet von frischen regionaltypischen Weinen. Übrigens: Auch wenn Brettljausen eine lange Tradition haben, so verstehen es die Steirer durchaus mit der Zeit zu gehen und Trends aufzunehmen. Und so werden dem Gast auch vielerorts bereits – oft vorzügliche – vegetarische Jausen kredenzt. Egal ob vegetarisch oder klassisch, bei zahlreichen regionalen Spezialitäten fällt dem nussigen und gesunden Öl des Steirischen Kürbisses eine Haupt- oder zumindest Nebenrolle zu. Den infolge einer Mutation besonders samenreichen, im Feldbau heran- gezogenen Früchten wird in einem aufwändigen Verfahren das „grüne Gold der Steiermark“ abgerungen. Ein Salat ohne Kernöl ist in der Steiermark praktisch ein „no go“. Mit Recht, besonders wenn jener die ebenfalls leicht nussig schmecken- de, braun gesprenkelte „Steirische Käferbohne“ enthält. Gut angemacht ein Hochgenuss.

Nein, ein echter Geheimtipp ist diese Region an der Schwelle zu mediterranen Gefilden längst nicht mehr. Touristen- schwärme fallen dennoch nicht über diese ganz spezielle Urlaubsdestination herein, zieht es das jüngere Partyvolk doch eher auf die Balearen oder zu anderen „Event-Hotspots“.

Wein, Äpfel und Ölkürbis – kulinarische Schätze der Südsteiermark.

Natur- und Geschmacksfreunde, die Besinnlichkeit und Kontemplation suchen, bei Bedarf aber auch fröhliche Geselligkeit, kommen dagegen beinahe im Übermaß auf ihre Kosten. Und wem der Sinn nach Action steht, lässt sich nicht einfach nur „fremdbespaßen“, sondern findet in den bisweilen recht heftigen Aufstiegen der schier endlosen Hügel ein anspruchsvolles Terrain für allerlei sportliche Betätigungen. Wer also möchte, kann sich bei einer zünftigen Radtour die Legitimation für die nächste Brettljausn erstrampeln. Nicht Wenigen dämmerte es erstmals bei einem Urlaub im Weinland, dass die Anschaffung eines E-Bikes vielleicht doch keine so schlechte Idee wäre…

Auch wenn „Overtourism“ hier noch ein Fremdwort ist, so zieht es besonders in den allmählich kälter werdenden Herbsttagen viele Besucher aus den Städten, v.a. aus Graz oder Wien, in den Süden des Landes. Dann ist es nämlich genussreif, das Getränk, das wegen der bisweilen im Verdau- ungsapparat seiner Genießer erzeugten Wirkung „Sturm“ genannt wird. Klingt doch viel ehrlicher und dynamischer als das prosaische „Federweißer“. Auch wenn gewisse Nebenwirkungen nicht auszuschließen sind geben sich die Herbstgäste mit Inbrunst diesem Stoff hin – und dies nicht nur wegen seines hohen Gehalts an den Vitaminen B1 und B2, die das Nervensystem und den Stoffwechsel unterstützen. Es ist doch eher die schiere Lust am Genuss des erst leicht vergorenen Rebensafts mit seinem schönen Ausgleich zwischen süß und säuerlich. Und wenn gar noch ein kongenialer Partner hinzu- kommt in Form von – oft auch direkt an der Straße feilgebotenen – röstfrischen Esskastanien (Käst ́n), dann ist das Glück – zumindest für Liebhaber beider Partner – perfekt!

Anders als bei „denaturierten“ (Weinbau-)Gegenden, in denen die Landschaft von endlosen Rebreihen geprägt ist und jeder vermeintlich störende Bewuchs der intensiven Landbewirtschaftung zum Opfer gefallen ist, wird das steirische Weinland durchzogen von Wäldern und Feldgehölzen. Der stetige Wechsel von naturbelassenen und landwirtschaftlich genutzten Flächen macht nicht nur den besonderen ästhetischen Reiz dieser Landschaft aus, sondern entfaltet zugleich eine symbiotische Wirkung, von der insbesondere die kultivierten Pflanzen profitieren. In diesem Klima gedeihen neben Wein, Kürbissen und Käferbohnen auch zahlreiche andere Produkte, die das Leben angenehm machen können. So wachsen Hopfen, Holunder, Ribiseln (Johannisbeeren) ebenso prächtig heran wie viele Obstsorten. Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Quitten wer- den vor allem in den östlicher gelegenen Regionen der Süd- steiermark zu hochwertigen Bränden und Essigen veredelt.

Wer im Herbst nicht nur auf einem kurzen Trip vorbei kommt, um sich dem seligen Sturme hinzugeben, sondern mehr Zeit nehmen kann, der profitiert von weiteren lukullischen Ga- ben, die das walddurchzogene Weinland bereithält. Natürlich nicht einfach so, denn gebratene Tauben fliegen selbst im Genussland nicht von alleine in den Mund. So bedarf es auch hier noch beharrlicher Jäger und fleißiger Sammler ebenso wie guter Handwerker am Herd, um die Früchte des Waldes in Form von köstlichen Gerichten auf den Tisch zu bringen. Merke: wer der Natur noch Raum gibt, sie nicht bedenkenlos unterjocht und totreguliert, dem kommt auch das Privileg zu, seine Gäste mit regionalen Produkten verwöhnen zu können. Nicht nur aus eigenem Anbau, sondern auch mit Wild, Pilzen und Beeren aus heimischen Wäldern. Wer mag da noch zweifeln, dass die Süd- steiermark zu Recht als Genussregion geadelt wird.

UND MITTENDRIN: DAS PURE LEBEN

Klassischer Pas de deux: Maronen und Sturm.

Barfuß möchte man gehen. Und man tut es – mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Lust. Der Holzboden strahlt Wärme aus, ohne dass der Ofen im Wohnzimmer beheizt wäre. Was hat dieses Haus, das andere nicht haben? Einfach, klar und rein ist es. Goethe kommt in den Sinn. Drei Dinge, ließ er uns wissen, seien bei einem Gebäude zu beachten: „dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohl gegründet, dass es vollkommen ausgeführt sei“. Ach Goethe, könntest du das hier erleben, du wüsstest, was die Welt im Innersten zusammenhält: Es ist das pure Leben!

Ruhe und Entspannung mit Komfort inmitten der steirischen Traumlandschaft

Auf dem groben Holzklotz möchte man sitzen, dem Horizont beim Aufwachen zusehen, dem Morgennebel zuhören, weil es sonst nichts zu hören gibt, außer vielleicht dem Käuzchen – es ist doch eines? Urlauben inmitten der steiermärkischen Natur, wahrhaftig am rechten Fleck; in einem mit Holz, Stein und Glas vollkommen ausgeführten Haus. Wohl gegründet sind sie, die Ferienhäuser von Dietmar Silly. Alle auf einer Idee, die im steirischen Herz entstand, manche auf alten Fundamen- ten und unter Nutzung alter Materialien. Dazu gibt es Frieden, Stille, Abgeschiedenheit. Und was Leib und Seele zusammen- bringt und –hält: Essen und Trinken, pur und authentisch, vom Bauernhof und Weingut der Familie Silly. Das also sind die Ingredienzien für echten Urlaub. Echt im Sinne von atmen und da sein. Nur riechen, fühlen, schmecken, sehen, hören, was ohne fremden Zusatz ist. „Ach, das wäre Luxus!“, rufen Sie? Stimmt: Weil wir all das nicht haben, in unserer Jetzt- Welt, die so oft zu laut, zu voll, zu viel ist. Und weil es auch ein bisserl luxuriös zugeht im puren Leben: Gekrönt wird es von feiner, individueller und rücksichtsvoller Extravaganz, die auf samtenen Pfoten vorbeischaut – wenn Sie es wünschen.
Es gibt dieses Ferienhausleben in der Steiermark: eine halbe Stunde Autofahrt von Graz entfernt, sind die Haus-Unikate im
Weinland nahe der slowenischen Grenze verstreut. Dietmar Silly hat sie eigenhändig geschaffen, zusammen mit seiner Familie hält er sie lebendig. Ferienhäuser zum Besinnen, Atem- schöpfen und Nie-wieder-weg-Wollen. Es sind göttliche oder – für Agnostiker – magische und fabelhafte Plätze, auf denen diese Häuser stehen. Mitten im Weinberg oder thronend auf ihm. Eine göttliche Eingebung hatte, wer die Harmonie dieser beiden Wörter erkannte und im Verbund zur Silly’schen Marke machte: „PURESLeben“.

Die Harmonie von Stein, Glas und Holz inspiriert vielleicht dazu, über das fragile Ökosystem nachzudenken, das uns umgibt, und wie empfindlich es auf unsere Fußabdrücke reagiert. Vielleicht liegen wir aber auch völlig gedankenfrei im handgeschreinerten Bett aus Eichenholz oder im Himmelbett auf der Streuobstwiese oder in Schaffelle eingewickelt auf dem platzierten Liegestuhl irgendwo in der Landschaft. Doch Vorsicht, die Natur umfängt jeden Gast ungebeten und ohne Warnung! Wer angekommen ist, den nimmt sie sofort an die Hände und wirbelt ihn herum: Osten, Süden, Westen, Norden. Sonnenaufgang, Vögel, Weinberge, Sonnenuntergang, Myriaden von Sternen.

Aus alten, düsteren Stadeln entstanden offene und lichte Wohlfühl-Räume

Aus alten, düsteren Stadeln entstanden offene und lichte Wohlfühl-Räume
Reisen und Rock’n’Roll-Tanzen mit der Natur macht hungrig. Im Kühlschrank findet man Speck, Käse, Paprika, Eier, Milch und Butter. Auf dem Regal steht Marmelade und im Korb duftet noch warmes Brot. Die meisten Lebensmittel hat Familie Silly mit eigenen Händen hergestellt oder von regionalen Lieferanten bezogen. Schwäbisch-Hällische Schweine wühlen sich dort durchs vollkommene Schweineleben, immer draußen im Freien. Die wegen ihrer besonderen Fleischqualität einst schon an europäischen Fürstenhöfen geschätzten und heute wiederentdeckten Sulmtaler Hühner scharren, legen Eier, werden zur „Auf’gsetzten Henn“, wenn die g’standne Steirerin zum Kochen ins Ferienhaus kommt – sofern der Gast das will und bestellt.

Hochgeschätzt, vergessen, wiederentdeckt: Das Sulmtaler Huhn aus der Südsteiermark.

Die Köchin kocht freilich auch anderes, zaubert ein „Sterne“- Menü und serviert auf der Terrasse unter dem Himmel – oder begrüßt den Gast zünftig im Steinhaus oberhalb der Silly’schen Weinberge. Der Weingarten, in dem Bruder Gerald Silly Welschriesling, Weißburgunder, Morillon oder Zweigelt hegt und pflegt, liegt im slowenischen Plac (früher Zieregg), genau an der Grenze zur Steiermark, nahe Berghausen. Eine optimale Lage für die feinen, reifen Weine des jungen Winzers.

Wie die Ferienhäuser des älteren Bruders atmen sie eine besondere Qualität. Apropos besonders: einzigartig, wenn auch nicht allseits geschätzt, oft verpönt und hin und wieder so- gar verboten, weil sie angeblich gesundheitsschädlich sind und ihre Konsumenten rebellisch werden lassen, führen die sog. Selbst- oder Direktträgerweine ein Nischendasein als regionale Spezialität. Dabei handelt es sich um Rebstöcke, die nicht veredelt wurden, sondern auf ihren eigenen Wurzeln wachsen. Als einst nach dem Einschleppen der Reblaus die europäischen Weingärten fast vollständig vernichtet wurden, war es erst durch das Pfropfen auf vorwiegend aus Amerika importierten, reblausresistenten Unterlagsreben möglich, die europäischen Sorten zu erhalten. Als die „Retter“ schließlich ihre Schuldigkeit getan hatten, blieben sie als raue, ungepflegte Gesellen zurück.

Interieur für jeden Geschmack: von modern bis …

Ähnlich dem Interieur für jeden Geschmack: von modern bis … bekannteren, ebenfalls steirischen „Schilcher“, nicht gefällig genug und damit nicht Massenmarkt-tauglich. Gerald Silly hat sich des wohl bekanntesten Selbstträgers angenommen, dem überwiegend im südlichen Burgenland verbreiteten „Uhudler“ – und zu erstaunlichen Qualitäten entwickelt. Das Bukett dieses Weines, ein Cuvée aus Trauben verschiedener, wenig gebräuchlicher Sorten wie etwa Noah, Isabella, Elvira, Concord, Clinton oder Delaware, erinnert üblicherweise an Walderdbeeren oder schwarze Ribiseln (Johannisbeeren). Ach, was heißt schon erinnert? Sillys spritziger Uhudler-Friz- zante „RosaRot“, duftet und schmeckt so richtig nach Walderdbeeren. Pure Beerenfrucht mit angenehmer Restsüße. Und das Schöne daran: nicht nur Hausgäste kommen in den Genuss dieser besonderen Spezialität und weiterer Köstlichkeiten. Können sie doch bequem im Online-Shop des Puren Lebens geordert werden.

Sillys feine Weine aus eigener Produktion

Gerald Silly besorgt das Weingut. Der Vater liefert den Wein an die Kunden und ist der „Schweinehirt“. Die Mutter und die Großmütter sind für Hühner, Gemüse und Garten verantwortlich, die Schwester ist für die „Wellness“ zuständig, organisiert für Gäste Freiluftmassagen auf der Terrasse und andere Tut-gut-Erlebnisse. Der Cousin ist Schäfer und stellt Schafkäse her. Alle Sillys handeln, weil sie es nicht anders können, vorbildlich nachhaltig; aber ohne Biostempel, ohne Zertifikat. Warum? „Bio – das Leben, das ist doch das Normale“, sagt Silly, „da braucht’s keinen Stempel dafür“.

… urig-rustikal

Die Familie füttert Getreide aus der eigenen Landwirtschaft und verwendet nur natürliche Zutaten und Gewürze aus dem eigenen Garten. Um allen Flaschen und Gläsern das Bio-Zertifikat aufdrucken zu können, müsste man „endlos viele Auflagen“ erfüllen. Damit sich das lohnen würde, müsste man mit Marketingkonzepten laut werden, das selbst Aufgezogene, Geschlachtete, G’selchte Gekochte und Gepresste in großen Mengen vermarkten, damit sich’s rentiert – vorbei war’s mit dem Einfachen, Stillen, Puren.

Wer möchte, kann auch neben Reh und Hase den Morgen begrüßen

Der Gast kann Einsiedelei betreiben oder sich in der Familie Silly aufgenommen fühlen. Und wenn doch etwas fehlt? „Sie haben hier alles, was Sie brauchen“, sagt Dietmar Silly, „und was Sie nicht haben, brauchen Sie auch nicht.“ Das ist einfach so. Der Schlüssel liegt, wenn der Gast ankommt, im Kasten. Auch das unterscheidet ihn von anderen Vermietern: „Unsere Aufgabe ist, dass der Gast sich jede Minute daheim- und wohlfühlt. Dazu gehört, dass er von Anfang an seine Ruhe haben will und bekommt“. Sagt Dietmar Silly.

Irgendwann kommt jemand vorbei und fragt: Ist alles in Ordnung? Was braucht ihr? Was wollt ihr wissen, wo ihr laufen oder Fahrrad fahren, ein Picknick machen oder Essen gehen könnt? Das Gleiche bei der Abreise: Es ist niemand da, der den Scheidenden verabschiedet, außer den Vögeln. Der Schlüssel wird wieder in den Kasten gelegt. Vertrauen ist ein Teil des Konzepts. Aber: Das Team Silly ist „im Grunde rund um die Uhr erreichbar, ansprechbar für den Gast“.

Zu Recht gilt die Südsteiermark als Genussregion. Bewaldete Hügel, dazwischen Wein- und Obstgärten bereiten Sinnesfreuden jeder Art.

Dieses Konzept ist nicht von der Stange und es ist auch noch nicht vollendet. Seit sechs Jahren lebt es und wird stärker. Wie vieles Liebenswerte ist es „aus der Emotion heraus entstanden“. Sagt Silly, der gelernte Kellermeister und Winzer, der 12 Jahre auf dem bischöflichen Weingut in Schloss Seggau diente. Eines Tages hörte er auf, Winzer zu sein. Silly baute ein Haus für die Familie und dann noch eines. Beseelt von dem Gedanken: „Hier bin ich daheim und hier will ich bleiben!“ Dabei wuchs die erste Idee: Feriengästen die Art von Wohnen zu ermöglichen, die er selbst so schätzt: „Nicht in einem zu’gschachtelten Gebäude mit komplett dichtem Vollwärmeschutz und Plastikfenstern, sondern in einem Haus, das atmet.“ Und: Er will seinen Gästen nicht zumuten „irgendetwas essen zu müssen“.„Das ist mein Geschmack und vielleicht treffe ich damit nicht den Geschmack von jedem, aber ich spüre: Wenn ich dafür lebe, wenn es brennt in mir drinnen, dann geht nicht viel daneben“.

Er verwendet große Sorgfalt auf jedes Detail. Böden, Fensterrahmen, Türen, Treppenstufen und Terrassen aus Lärchen und Eichenholz, Kellertreppen und Fußböden aus Porphyr, Leinenstoff e und Baumwolle, in den Wiener Werkstätten verarbeitet und maßgeschneidert, Mobiliar und Küchenschränke aus Vollholz, sorgsam geschreinert, Fenster, die den Blick auf einen Landschaft sausschnitt freigeben wie prachtvolle Bilderrahmen. Alte Holzbalken, die immerwährend neues Leben bedachen. Wie im Stadl auf dem Tunauberg: „Zum ersten Mal habe ich hier ganz bewusst Altes mit Neuem verbunden“, sagt Silly. „Was alt ist, wie das Holz und die architektonische Struktur, ist bewusst geblieben. Und was neu ist, ist bewusst dazugekommen.“ Vorhandenes bewahren und ergänzen, Neues darauf aufbauen – so soll es bleiben und zugleich weitergehen am Rückzugsort „PURESLeben“.

GENUSSREISE INS GLÜCK

So angenehm und entspannend es für den Gast ist, dem Alltag „einsiedelnd“ zu entrücken, so blieben ihm doch beim puren Rückzug auf Sillys´ Ruheoasen großartige Eindrücke vorenthalten. Denn schließlich bietet die Südsteiermark, eine der faszinierendsten Kulturlandschaft en Europas, die perfekte Kulisse für einzigartige Impressionen. Die „Steirische Toskana“ wartet nur darauf, mit allen Sinnen erfühlt und erfahren zu werden. Auch ganz im wörtlichen Sinne.

Kein Motordröhnen stört bei der Erkundung der einzigartigen Region.

Was liegt also näher, als für seine Erkundungen auch eine angemessene Art der Fortbewegung zu wählen, die Ruhe genauso wie Komfort garantiert? Es verwundert daher nicht, dass der findige Vermieter Silly seinen Gästen ein ganz spezielles, e-mobiles Arrangement für den Entdeckungstrip anbietet.

E-Trip-Karte mit Routenvorschlag

Die Genusstour „Reise ins Glück“ führt Gäste bei PURESLeben in einer Tagestour mit dem Elektroauto zu den kulinarischen Höhepunkten und besonderen Plätzen der Südsteiermark. Gastgeber Dietmar Silly empfiehlt neun Stationen, die an einem Tag das Beste aus der Region zeigen, und stellt die Route am Tag der Tour im Navigationssystem des Wagens ein.

Los geht es entweder mit einem regionalen Frühstück in der PURESLeben-Einkehr Silly Kuchl in Oberhaag oder mit einer deftigen Almjause auf der Remschnigg Alm. Über die Südsteirische Weinstraße führt der Weg vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten, die zum Anhalten und Genießen einladen. Nach einem typisch steirischen Mittagessen mit Wein vom Weingut Silly im Steinhaus geht es gestärkt weiter in den Weinbauort Gamlitz und zur Herzerlstraße in Slowenien, wohl eines der beliebtesten Fotomotive der Weinstraße.

Anschließend bringt der Stromer die Gäste hinauf nach Kitzeck, den mit 564 Metern höchstgelegenen Weinbauort Europas, und zur Theresienkapelle in Pistorf im Sausal, einem Geheimtipp für Romantiker. Bei guter Sicht reicht der Blick hier über die Weinberge bis hin nach Slowenien. Vorher lohnt es sich, die Südsteirische Weinstraße einmal für einen Abstecher auf die Sausaler Weinstraße zu verlassen. Zum Abendessen und Abschluss des Tages wartet ein Gourmetmenü im Restaurant „Zur Hube“. Die Tagestour „Die Reise ins Glück“ kostet 490 Euro für zwei Personen. Inkludiert sind der Mietwagen für einen Tag, Frühstück in Sillys Kuchl oder auf der Remschnigg Alm, Mittagessen im Steinhaus sowie Abendessen im Restaurant „Zur Hube“.

Steirische Tourismus GmbH
St.-Peter-Hauptstraße 243
A-8042 Graz
Tel.: +43 (0) 316 / 40 03 – 0
Fax: +43 (0) 316 / 40 03 – 10
www.steiermark.com/de

Tourismusregionalverband Süd- & Weststeiermark
Hauptplatz 36
A-8530 Deutschlandsberg
Tel.: +43 (0) 3462 / 4 31 52
Fax: +43 (0) 3462 / 43 15 24
www.sued-west-steiermark.at/de

PURESLeben GmbH
Dietmar Silly
Oberhaag 110
A-8455 Oberhaag
Mobil: +43 (0) 664 / 2 15 50 44
Tel./Fax: +43 (0) 3452 / 7 41 02
info@puresleben.at
www.puresleben.at

BMW i3
https://www.bmw.de/de/neufahrzeuge/bmw-i/i3/2020/bmw-i3-ueberblick.html

Geschrieben von
Mehr von Peter Grett

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.