TERNUA setzt auf ÖKO-Design und Recyclingfähigkeit

Das Unternehmen führt Kleidungsstücke aus einem einzigen Material ein und wendet dabei Kriterien des Kreislaufdesigns an, um auf eine der größten Herausforderungen zu reagieren, denen sich die Textilindustrie derzeit gegenübersieht.

Kreislaufwirtschaft und Textilindustrie, kein Widerspruch in sich, aber doch eine Verbindung, in der es aktuell kräftig knirscht. Kein Konsumgut wird so beiläufig für kleines Geld gekauft, nur ein paar Mal benutzt und dann weggeworfen wie Kleidungsstücke. Und wo ist das „weg“? Meist in Afrika oder Lateinamerika, wo der größere Teil der Textilabfälle verbrannt oder wild deponiert wird. Zum Schaden von Umwelt und Mensch.

Eine Marke, die diesem Trend mit Engagement entgegensteuert, ist der spanische Outdoor-Spezialist Ternua. Nicht von ungefähr zeigt das Ternua-Logo die Schwanzflosse eines Wals. Die Spanier, deren Produkte weltweit vertrieben werden, können auf eine lange Tradition nachhaltiger Produktion und Produktdesigns verweisen. Seit 1994 bestimmen haltbare, hochqualitative Kleidungsstücke das Sortiment von Ternua.

Für die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2024, bestehend aus den Produktlinien „Adrenalite“, „Trekking“ und „New Earth Spirit“ werden ausschließlich umweltschonend hergestellte Textilien, meist aus recycelten oder nach Nachhaltigkeitskriterien zertifizierten Stoffen, verwendet.

Adrenalite bedient intensive aerobe Sportarten, bei denen es darauf ankommt, dass der Körperschweiß gut abgeführt und die Körpertemperatur im günstigen Bereich gehalten wird, die Trekking-Linie besteht aus leichten und funktionalen Stoffen, die New Earth Spirit ist die Leisure-Linie, deren Produkte sich für Freizeitsport und Alltag eignen.

Bei allen Produktlinien wird streng darauf geachtet, dass Langlebigkeit und Recycling von Anfang an bei der Entwicklung mitgedacht werden. Ein zentraler Punkt besteht in der Verwendung möglichst nur eines einzigen Materials, das damit am Ende des Lebenszyklus sortenrein aufbereitet und wiederverwendet werden kann. Das ist die Antwort Ternuas auf das Kardinalproblem des Textilien-Recycelns, die Trennung der verschiedenen Materialien, die in den Kleidungsstücken Verwendung finden und nur unter hohem energetischen und meist manuellem Aufwand wieder zu separieren sind.

Aus dem Hause Ternua: Lorpen, Funktionssocken, die biologisch abbaubar sind

Nicht nur die hochfunktionalen Socken von Lorpen, die überwiegend oder ganz aus recycelten Fischernetzen, PET-Flaschen oder Zellulose-Fasern von Eukalyptusbäumen aus zertifiziertem Anbau bestehen, bilden eine Benchmark hinsichtlich Komfort, Dauerhaftigkeit und schonendem Umgang mit natürlichen Ressourcen. Auch die Produktionsbedingungen in der Herstellung orientieren sich konsequent an nachhaltigem Wirtschaften: „Die Fabrik in Etxalar in Spanien, in der alle Socken hergestellt werden, ist nach ISO 14001 umweltzertifiziert, der Strom stammt aus erneuerbaren Quellen (Sonnenkollektoren), in den Endprodukten werden keine Chemikalien verwendet, bei den Prozessen wird kein überschüssiges Wasser verbraucht, und der Standort ermöglicht es 95 % der Arbeiter, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen“.

www.ternua.com
www.lorpen.com

Text: Werner Köstle
Bild: Ternua

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