Slowenien nachhaltig erfahren Folge 1: Naturerlebnisse in der „Green Destination“

Slowenien besitzt zahlreiche Naturschätze und noch weitgehend unberührte Landschaften verschiedenster Art. Allein 60 Prozent des weltweit fünftgrünsten Landes ist mit Wäldern bedeckt. Somit gilt Slowenien offiziell als eine der nachhaltigsten Urlaubsdestinationen.

Naturschätze 

Mit mehr als 22.000 Tier- und Pflanzenarten gehört Slowenien zu den artenreichsten Nationen weltweit. Bei einem Anteil an der Erdoberfläche von weniger als 0,004 %, beheimatet das kleine Land mehr als 2 % aller Land- und Süßwasserarten. Mit seiner engagierten Politik zum Erhalt der Biodiversität hat das kleine Land weltweit eine Vorreiterrolle eingenommen. In den letzten zehn Jahren wurde zudem eine konsequente ökologische Ausrichtung auch im Tourismus eingeleitet. 

Die Hauptstadt Ljubljana darf sich mit mehr als 560 Quadratmetern öffentlicher Grünfläche pro Einwohner bereits seit 2016 offiziell als eine der grünsten Städte Europas bezeichnen. Der historische Stadtkern ist bis auf wenige Ausnahmen für den öffentlichen Verkehr gesperrt und lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Fahrräder können kostenlos im Zentrum ausgeliehen werden. Der Fluss Ljubljanica ist Teil des EU-weiten Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000.

Die Farbe Grün dominiert in Ljubljana

Triglav-Nationalpark und zahlreiche Naturparke

Ein gutes Drittel der Landesfläche wurde entsprechend der europäischen Initiative „Natura 2000“ als Naturparke und -reservate ausgewiesen. Der Nationalpark Triglav zählt zu den ältesten Einrichtungen seiner Art in Europa. Hier erhalten BesucherInnen faszinierende Ausblicke auf eindrucksvolle Bergriesen, grüne Alpentäler oder kristallklare Bäche und Seen. Der Nationalpark, benannt nach dem höchsten Berg des Landes, dem 2.864 Meter hohen Triglav, umfasst einen Großteil der östlichen Julischen Alpen und beheimatet über 400 Zweitausender. Der Nationalpark Triglav ist als erstes Biosphärenreservat Sloweniens vom UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ anerkannt worden.

Der nach dem höchsten Berg Triglav benannte-Nationalpark bietet beeindruckende Naturerlebnisse

Eldorado für Naturentdecker

Wanderer, Naturfreunde, aber auch passionierte Vogelliebhaber („Birdwatcher“), Naturfotografen und Angler kommen in Slowenien voll auf ihre Kosten. In den Wäldern sind gefährdete Tierarten wie Wölfe, Luchse, Wildkatzen und Auerhähne ebenso zuhause wie zahlreiche seltene Pflanzen. Wie naturbelassen noch viele Regionen sind, zeigt sich auch darin, dass Slowenien die größte Bärenpopulation in Europa beheimatet. Einen großen und vielfältigen Artenreichtum gibt es auch in den slowenischen Flüssen und Seen. 

Der Alpe-Adria-Trail überquert den traumhaften Wildfluß Soča

So leben in einigen sauberen Flüssen noch immer Flusskrebse, die auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen. In den Fluten der Soča und ihren Nebenflüssen, im Nordwesten Sloweniens, kommt noch ein weiteres, besonderes Naturjuwel vor, die Marmorata-Forelle. Diese, mit einer Länge von bis zu 120 cm größte Forellenart mit ihrer auffälligen „Marmorzeichnung“ wäre beinahe ausgestorben, hätten sich engagierte Fischereivereine Anfang der 90er Jahre nicht um ihre Nachzucht und damit Rettung bemüht.

Slowenien beherbergt die größte Bärenpopulation Europas

Outdoor-Action

Wer nicht allein die Schönheiten der Natur erkunden, sondern sie auch als Erlebnisraum für vielfältige sportliche Aktivitäten nutzen möchte, findet dazu ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten. 

Die Julischen Alpen lassen sich auch von oben erkunden

Ob eine rasante Talfahrt auf der längsten Zipline des Landes, ein adrenalingeladener Gleitschirmflug in den Julischen Alpen oder eine herausfordernde Rafting-Tour auf der rauschenden Soča – Slowenien hält viele außergewöhnliche Erlebnisse für Adrenalin-Junkies bereit. Kletterbegeisterte erproben in den zahlreichen Hochseilparks ihre Kraft und Geschicklichkeit. 

Am Ufer des Bohinjer Sees wartet der „Adrenalinpark“ Bohinj mit Kletterelementen in schwindelerregender Höhe, unter anderem mit einer Riesenschaukel inmitten der Baumkronen. Abenteuerlustige Familien finden im Abenteuerpark Postojna, der sich nur wenige Schritte von der bekannten Grotte von Postojna im Karst befindet, jede Menge Spaß.

Ob über die tiefen Schluchten der Učja, über die steile Skiflugschanze in Planica oder entlang der „Olimpline in Črna na Koroškem“, der mit 1.260 Metern längsten ununterbrochenen Zipline Sloweniens – waghalsige Abfahrten sind garantiert.

Sloweniens Gewässer, allen voran der smaragdgrüne Fluss Soča, lockt mit rauschenden Stromschnellen zu aufregenden Rafting-Touren. In Begleitung erfahrener Rafting-Führer werden die rasanten Touren zu einzigartigen und sicheren Erlebnissen.

Die Stromschnellen der Soča – eine Herausforderung bei den geführten Rafting-Touren

In den reißenden Gewässern der Sava, Savinja, Krka und der Kolpa finden Kajakfahrer ihren idealen Outdoor-Spielplatz. Ein Abenteuer der besonderen Art verspricht auch die Kajak-Tour in der geheimnisvollen Unterwelt der Petzen, wo die stillgelegten Bergwerksschächte erkundet werden können.

Aufregend: Erkundungstour per Kajak in stillgelegten Bergwerksschächten

Aktive Wasserratten, die sich bevorzugt etwas langsamer auf dem erfrischenden Nass bewegen, kommen auf den gemütlichen Kanufahrten durch das Moor von Ljubljana oder auf dem ruhigen Bohinjer See, im Herzen des Nationalparks Triglav, auf ihre Kosten.

Ebenso viel Spaß versprechen die geführten Canyoning-Touren, die Liebhaber des Wanderns, Kletterns und Schwimmens gleichermaßen begeistern. Die beliebten Schluchten der Bäche Sušec und Kozjak im Soča-Tal eignen sich mit ihren engen Bachbetten, malerischen Wasserfällen, steilen Naturwänden und kristallklaren Kolken besonders gut für ein unvergessliches Outdoor-Abenteuer in Slowenien. Ein Park der all diese Sportarten vereint, ist das Adventure Valley im malerisch gelegenen Savinja-Tal im Norden des Landes.

Das kleine grüne Land im Herzen Europas ist auch ein ideales Reiseziel für einen aktiven Urlaub auf zwei Rädern. Darüber, warum Slowenien ein wahres Paradies für (E-)Radfahrer, und (E-)Mountainbiker ist, lesen Sie demnächst im Beitrag über nachhaltige Mobilität.

Die zahlreichen (E-)Bike-Trails bieten außergewöhnliche Erlebnisse

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Auf zwei Rädern durch das Herz Europas

Biken in Slowenien – Von den Alpen zur Adria (Selfguided)

Auf den Komfort einer professionellen Organisation müssen Individualreisende mit Hauser Exkursionen beim Biken zwischen Alpen und Mittelmeer nicht verzichten. Slowenien strotzt vor Ursprünglichkeit und bietet Urlaubern vielfältiges Terrain in einer Kombination aus Abenteuer, Gastfreundschaft und optimalem Streckennetz. Entlang der vielen Gewässer und umgeben von Tiefebenen, Bergriesen, Wäldern, Küsten sowie Karstlandschaft liest sich die slowenische Natur wie ein einziges grünes Märchen. Statt eines Reiseleiters lassen sich Teilnehmer bei eigener Zeitplanung per App etwa über die Julischen Alpen zum Triglav-Nationalpark mit dem Bleder See leiten, der als einer der schönsten weltweit gilt. Vorbei an traditionellen Dörfern geht’s über die Alpenstadt Kranj in die Landesmetropole Ljubljana samt historischem Zentrum. Auf dem Weg liegen unter anderem die berühmte Grotte von Postojna sowie die UNESCO-geschützte Škocjan-Höhle mit unterirdischem Flusscanyon und Wasserfällen. Über sanfte Hügel mit langgezogenen Grasrücken und Weinbergen radeln Hauser-Urlauber spürbar in Richtung Meer zu den pittoresken Küstenorten Muggia, Strunjan und Piran. Dort lockt ein Entspannungsbad in der Adria.

10 Tage ab 940 €/Pers. inkl. Programm, digitalem Roadbook und Gepäcktransport

Foto (download): Die als moderat beschriebene Selfguided-Tour „Biken in Slowenien“ führt Hauser-Reisende in zehn Tagen auf meist asphaltierten Wegen von den Julischen Alpen bis zur slowenischen Mittelmeerküste. Bildnachweis: Hauser Exkursionen/Slo Active

Slowenische Adria – klein, aber fein

Die Adriaküste Sloweniens erstreckt sich von Ankaran, grenznah zu Italien bis hin zu den Salinen von Sečovlje bei Portoroz an der Grenze zu Kroatien. 46 km Küstenlänge für ein Land erscheinen im ersten Augenblick recht überschaubar zu sein. Die slowenische Riviera erfüllt auf diesen wenigen Kilometern jedoch alle Erwartungen, die man sich von einer pittoresken Adria-Region erwartet.

Im Hinterland der Küstenregion – malerische Orte zwischen bewaldeten Hängen

Aus dem grünen Hinterland der slowenischen Adria mit seinen malerischen Orten und Sehenswürdigkeiten kommend, locken traumhafte Strände und Buchten zu einem längeren Verweilen in dieser Region Sloweniens. 

Hafenidylle in Piran, einer der Perlen an der slowenischen Adria

Artenreichtum auch in der Salinenregion

Urkundlich entstanden die berühmten Salinen von Piran um das Jahr 804. Im Gebiet der heutigen Marina (Lucija, Portorož), wurden die Salinen von Strunjan und von Sečovlje zu geschützten Landschaftsparks umgewidmet. Von den beiden Schutzregionen beeindruckt der Landschaftspark Strunjan die Besucher durch seine steilabfallende Kliffküste, auf Meereshöhe bewundert man in der Saline von Sečovlje – sie ist die größte Saline Sloweniens – die traditionelle Salzgewinnung und kann sich über deren komplexen Prozesse umfassend informieren. Die Saline ist eine der letzten verbliebenen Salinen in Europa, bei der noch immer manuelle Salzsammlung praktiziert wird. 

Die Salzproduktion ohne Einsatz von Maschinen schadete nicht der Umwelt, sondern schuf im Gegenteil ein Refugium für viele Pflanzen- und Tierarten. Darunter befinden sich auch zahlreiche gefährdete Vogelarten wie Stelzenläufer, Zwerg- und Fluss-Seeschwalbe, Seeregenpfeifer und Seidenreiher. 

Die traditionelle, händische Salzgewinnung schuf artenreiche Lebensräume

Einige der häufigsten Species sind die salztoleranten Pflanzen, Halophyten genannt, die besonders im Sommer das Auge durch ein rotes und violettes Farbenspiel erfreuen. Die Saline Sečovlje wurde von der „Ramsar Konvention“ in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung aufgenommen und dient vor allem dem Naturschutz.  Sie ist somit ein wichtiges ethnologisches, kulturelles, ökologisches und touristisches Ziel. 

Ein Hightlight inmitten der Salinen – das Thalasso Spa Lepa Vida

Im nördlichen Teil des Landschaftsparks Sečoveljske soline liegt das Spa Lepa Vida. Wasser und der Schlamm aus den Salinen wird seit jeher für Bäder und Packungen verwendet. 

Ruhezone inmitten der Salinen – SPA-Bereich Lepa Vida

Der Salzschlamm und die Salzlake sind die wichtigsten Faktoren in der Thalasso-Therapie, die die wohltuenden Wirkungen der Meeresprodukte, der Meeresküste und des Klimas zur Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte und zur Verbesserung des Allgemeinbefindens nutzt.

https://www.slovenia.info/de

Text: Elmar Thomassek, Peter Grett, Slowenien-Tourismus

Bilder:
Lutz Dürichen:
Bild 1 Ljubljana, Bild 9 Hinterland, Bild 10 Hafen, Bild 12 Lepa Vida

Tomo Jeseničnik, www.slovenia.info:
Aufmacherbild, Bild 7 Kajaks, Bild 8 Untergrund Biking

Jošt Gantar, www.slovenia.info:
Bild 2: Triglav-Nationalpark, Bild 3 Brücke

Jaka Jeraša, www.slovenia.info:
Bild 11 Radfahrer

Iztok Medja, www.slovenia.info:
Bild 6 Rafting

Christine Sonvilla, www.slovenia.info
Bild 4 Bär

Uroš Novak, www.slovenia.info
Bild 5 Paragliding

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