„Fußball unter Strom“ – Überraschende Ergebnisse der Touremo-Befragung

In letzter Zeit häufen sich Meldungen über das wachsende Umweltengagement der Fußballvereine, besonders auf dem Gebiet der Elektromobilität und dem Einsatz erneuerbarer Energien. So vermelden die Clubs zunehmend, Elektrofahrzeuge angeschafft und Ladeinfrastruktur installiert zu haben. Aber auch über die Gewinnung und die Verwendung von Ökostrom finden sich immer mehr Berichte.

Erfassung des e-mobilen Status quo der Proficlubs durch Touremo

Bis dato fehlte jedoch ein Gesamtüberblick über den Grad der „E-Mobilisierung“ und Energienutzung im Profifußball. Diese Informationslücke hat nun das Touremo-Magazin mit einer erstmaligen Befragung der deutschen Vereine der 1., 2. und 3. Bundesliga geschlossen.

Zwar nehmen insgesamt 56 Mannschaften am Spielbetrieb der deutschen Profiligen teil, die Befragung richtete sich jedoch an 54 Vereine, da die beiden Drittliga-Teams von Borussia Dortmund II und dem SC Freiburg II, auch auf Wunsch der Vereine, nicht gesondert erfasst wurden. Folglich fließt auch die Tatsache, dass auf den Tribünendächern des Dreisamstadions, der ehemaligen Erstliga- und nunmehr Spielstätte der zweiten Mannschaft des SC Freiburg, Photovoltaikanlagen mit insgesamt 2200 Quadratmetern Fläche verbaut sind, nicht in die Statistik ein.

Manche Vereine starten gemeinsam mit ihrem Autopartner sogar e-mobile Fanprojekte 
(Foto: Pressebild Hyundai Motor)

Art, Inhalte der Befragung und Angaben zum Respons der Vereine

Die Erhebung der Daten erfolgte anhand eines Online-Fragebogens, der an die Pressestellen der Vereine versandt wurde. Drei Hauptthemenbereiche wurden dabei abgefragt:

  • Elektrofahrzeuge: Art, Zahl, Einsatzzweck/Nutzergruppen, Zukunftsperspektive-/planungen
  • Ladeeinrichtungen: Zahl, Ort, Nutzergruppen, Ladeleistungen, Hersteller, Zukunftsperspektive/-planungen
  • Einsatz erneuerbarer Energien: Art, Eigenerzeugung, Zukauf von Ökostrom, Zukunftsperspektive/-planungen

Um zu vermeiden, dass aufgrund einer zu hohen Komplexität des Fragenkatalogs zu wenige Vereine bereit wären, diesen auszufüllen, verzichteten wir auf allzu detaillierte Abfragen. So trafen wir z.B. keine explizite Unterscheidung bei der Unterteilung elektrischer Fahrzeuge in vollelektrische und Plug-in Hybride. Bei einigen Fragen waren Mehrfachantworten möglich. Den Anspruch, mit unserer Erhebung aktuelle Trends und Best Practice Beispiele identifizieren zu können, konnten wir indes einlösen.

Mit 90,7 Prozent lag die Rücklaufquote der Fragebögen außerordentlich hoch, d.h. wir erhielten von 49 Vereinen detailliert Auskunft zu den genannten Themen. Bei der 1. Bundesliga waren es sogar 18 von 18, sprich: 100 %! Die hohe Beteiligung liefert einen deutlichen Beleg für die große Relevanz unserer abgefragten Themenbereiche.

Die detaillierten und kommentierten Ergebnisse der Befragung finden Sie hier

Die Jungstars des BVB Reyna, Bellingham und Moukoko (v.l.n.r.) mit dem elektrischen City-Mobil „Rocks-e“ von Opel (Foto: Pressefoto Opel)

Text: Peter Grett
Bilder: Aufmacher: Badenova
Bild 1: Pressefoto Hyundai Motor Deutschland
Bild 2: Pressefoto Opel Automobile GmbH

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