Hotel Kaiserhof: Mekka der E-Driver

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Der Kaiserhof, ein fast 700 Jahre altes Traditionshotel nahe Salzburg hat sich zu einem internationalen Hotspot der Elektromobilität entwickelt. E-Autofahrer aus ganz Europa kommen dorthin um in schmucken Zimmern zu nächtigen, die feine Küche mit regionalen Produkten zu genießen oder sich während der Ladezeit in der „Kaiserbar“ mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Sleep, eat & charge

Auf dem Parkplatz des Hotels Kaiserhof in Anif bei Salzburg herrscht ein reges Kommen und Gehen. Die Bandbreite der Fahrzeuge reicht von der flotten Sportlimousine bis zum Kleinwagen. Die FahrerInnen stehen draußen, fachsimpeln, begutachten gegenseitig ihre jeweiligen Elektromodelle oder begeben sich zum weiteren Austausch ins Restaurant oder in die Kaiserbar. Einen Steinwurf entfernt von der Autobahn A10 hat sich das Haus, das sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat und unter dem Label der „Sleep Green“ Hotel-Kooperation firmiert, zu einem wahren Hotspot der Elektromobilität entwickelt. Tesla-Fahrer kennen den „Kaiserhof“ schon seit einigen Jahren. Damals stellte Hotelchef Richard Absenger dem amerikanischen E-Fahrzeugbauer auf seinem Parkplatz Flächen für die Installation von „Superchargern“ zur Verfügung. Seitdem mauserte sich das Haus zu einem international bekannten Trendsetter, dessen Direktor als gefragter Experte inzwischen von Vortrag zu Vortrag reist.

Das Hoteliers-Ehepaar Richard und Ina Absenger offeriert seinen Gästen neben regionalen Spezialitäten und schmucken Zimmern auch ein breites Spektrum an e-mobilen Angeboten.

Attraktive Mietofferten

Der komplette Betrieb ist optimal auf die Bedürfnisse elektromobil Reisender eingestellt, der Hotelier hat sein Marketing konsequent auf das Thema Elektromobilität getrimmt. Die Hälfte der Arrangements und Angebotspakete integriert die Nutzung von Stromfahrzeugen. Mit verlockenden Angeboten wie „TESLA EMotion“ oder „Triple-E“ wird dem potenziellen Gast Appetit auf das Stromern mit dynamischen Elektroautos gemacht. „Tesla ist ein optimaler Werbeträger – wir bekommen dadurch ganz neue Interessenten und erschließen zusätzliche Zielgruppen“ berichtet Richard Absenger. Die Elektromobilität weckt nach seiner Einschätzung viele positive Emotionen. Vor allem durch den großen Fahrspaß aufgrund der rasanten Beschleunigung, aber auch durch das beinahe lautlose Dahingleiten. Der „Kaiserhof“ vermietet derzeit fünf Tesla Fahrzeuge in Kooperation mit einem Autovermieter. Die Auslastung der Fahrzeuge ist mehr als erfreulich, die Nutzung erfolgt aus unterschiedlichen Motivationen und zu verschiedenen Zwecken. Aus purer Neugier, als Hochzeits-Limousine oder für längere Trips oder auch nur für eine kleine Spritztour von Hotelgästen. Immer häufiger kommen auch Menschen aus der Region vorbei, die ein Elektroauto ausführlicher testen wollen, als die sonst übliche Probe-Stunde im Autohaus.

Treffpunkt der Fahrerinnen aller E-Modelle.

Sogar E-Motorräder im Angebot

Doch damit nicht genug, seit kurzem kommen auch passionierte Biker auf ihre Kosten. Sie können alle Modelle der 100% elektrischen Motorcycles des US-Herstellers ZERO mieten. Diese verfügen über eine Reichweite von bis zu 300 km und lassen sich in nur 50 Minuten vollladen. Mit einem Drehmoment von bis zu 190 Newtonmetern und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h, die in wenigen Sekunden erreicht wird, bieten die ZERO Topmodelle ein eindrückliches Erlebnis ganz besonderer Art. Selbst eingefleischte Motorradfreaks kommen bei einer Probefahrt auf den Geschmack und sind begeistert von der Dynamik der E-Maschinen. Wer sich gar für den Kauf der Zweirad-Stromer entschließt, ist auch hier an der richtigen Stelle. Der Kaiserhof ist ganz nebenbei nämlich offizieller ZERO Händler in Österreich.

E-Mobilität als Marketing-Instrument

Das Leistungsangebot um die Elektromobilität ist eine wichtige Ergänzung, ein Marketing-Tool und eine Investition in die Zukunft: „Wir heben uns mit unserem Angebot von den regionalen Mitbewerbern ab. Bereits heute laden täglich bis zu 80 E-Autofahrer ihren Strom auf dem Parkplatz des Hotels. „Es sind Gaste, die früher vermutlich nicht den Weg zum Kaiserhof gefunden hätten“ resümiert Absenger. Das Spektrum der Ladeanschlüsse ist breit gefächert. Neben zwölf Tesla-Superchargern stehen zahlreiche AC-Anschlüsse, davon einige in einem Solar-Carport, sowie DC-Fastcharger auf verschiedenen Parkflächen zur Verfügung. Sogar E-Biker finden eine spezielle Station zum Laden ihrer Pedelecs. Besonders stolz ist man auf einen DC Charger der mit 120 KW oder 2 x 60 KW gleichzeitig laden kann. Insgesamt sind damit über 30 Ladepunkte verfügbar. Seinen internationalen Ruf hat sich Richard Absenger in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgebaut, denn er war bei neuen technischen Entwicklungen bei Elektrofahrzeugen oder der Ladeinfrastruktur immer vorne mit dabei. Auch der komplette hoteleigene Fuhrpark ist inzwischen auf E-Mobilität umgestellt, MitarbeiterInnen bestreiten ihren Arbeitsweg selbstverständlich mit E-Autos wie Renault Zoe oder Smart.
Der Erfolg kommt aber nicht von allein – schon gar nicht durch das Aufstellen von Chargern. Das wäre zu kurz gedacht. Hoteldirektor Richard Absenger ist im Hauptberuf immer noch Gastwirt, Hotelier, Betriebswirt, Einkäufer und „Mädchen-für-alles“. Schließlich ist der „Kaiserhof“ ein Hotel mit einer breiten Kundenstruktur von Städtetouristen über Geschäftsreisende und Messegäste bis hin zu klassischen Urlaubern. Auf diese unterschiedliche Klientel gilt es sich einzurichten. Und natürlich auf die zahlreichen E-Driver, die schon mal andere Lademöglichkeiten bei ihren Fahrten links liegen lassen, um sich dann am Kaiserhof Strom „einzuverleiben“. Aber meist nicht nur den. Eine spezielle Zielgruppe erwartet auch ein entsprechendes Leistungsniveau in der Gastronomie – allein mit „SchniPoSa“ und „Kasspatzn“ kommt man da nicht weit. Und so bietet Absengers Kaiserhof regionale Küche, hochwertige Bio-Produkte und einen professionellen Service. „Wenn sich jemand einen Wagen für hunderttausend Euro leisten kann, dann muss ich für ihn im Restaurant eine Schippe drauflegen“, so Absenger.

Auch Biker satteln am Kaiserhof gerne mal um auf ein elektrisches Kraftpaket der Marke „Zero“. Adrenalinschub inbegriffen.

Es gibt Tage, an denen Gäste, die bei uns laden, fast 80% unseres Gastronomie-Umsatzes ausmachen

HOTELIER RICHARD ABSENGER

Nachhaltiger Hotelbetrieb

Alles begann zunächst mit vier „Superchargern“ von Tesla. Anfangs musste sich der Hotelier selbst mit der technischen Planung für die Ladestationen auseinandersetzen und entsprechende Lösungen austüfteln, sich das notwendige Know how für die Auslegung der Anlage, die richtige Energieversorgung und die Montage der Leitungen aneignen. Am Ende wurde auch die Energieversorgung des „Kaiserhof“ neu ausgerichtet. Dabei hatte man zwei Ziele vor Augen: Die Elektrofahrzeuge sollten „Naturstrom“ tanken und mittelfristig möchte Absenger sogar unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung werden. Dank einer modernen Photovoltaikanlage auf dem Dach und eines effektiven Stromspeichers konnte bereits ein erster Meilenstein auf dem Weg zu diesen Zielen erreicht werden. Auch bei anderen Themen im „Kaiserhof“ denkt Absenger regional und ökologisch, achtet konsequent auf Müllvermeidung und sucht langfristige Lösungen. So auch bei den aktuell laufenden Renovierungsarbeiten in den Zimmern. Auch Biker satteln am Kaiserhof gerne mal um auf ein elektrisches Kraftpaket der Marke „Zero“. Adrenalinschub inbegriffen. Allein zwölf Tesla-„ Supercharger“ sind auf dem Hotelparkplatz installiert, auch andere E-Driver haben die Wahl zwischen zahlreichen AC- und DC-Ladeanschlüssen. „Es gibt Tage, an denen Gäste, die bei uns laden, fast 80% unseres Gastronomie-Umsatzes ausmachen.“ Auch bei anderen Themen im „Kaiserhof“ denkt Absenger regional und ökologisch, achtet konsequent auf Müllvermeidung und sucht langfristige Lösungen. So auch bei Renovierungsarbeiten in den Zimmern. Statt auf die übliche Teppich-Verlegeware setzt er auf massive Naturholz-Böden. „Die halten mehr als 30 Jahre, ich produziere weniger Müll und wir haben dafür heimische Materialien verwendet“, erklärt Absenger sein Konzept. Auch beim Umbau der ehemaligen Discothek im Haus zu einer geschmackvoll eingerichteten Single Malt- und Craft-Beer-Bar achtete er darauf, die alten Materialen weitestgehend aufzubereiten und wiederzuverwenden. Aus einer Wandvertäfelung wurde so eine neue Decke, die alte Theke erscheint im neuen Glanz.

Allein zwölf Tesla-„ Supercharger“ sind auf dem Hotelparkplatz installiert, auch andere E-Driver haben die Wahl zwischen zahlreichen AC- und DC-Ladeanschlüssen

Das Hotel als Bildungsort der E-Mobilität

An der Rezeption können Gäste an einem Bildschirm ersehen, wie viel Energie die große Solaranlage auf dem Dach gerade produziert. Und wer die Herrentoilette aufsucht, bekommt dabei ebenfalls eine kleine Bildungseinheit verpasst. Direkt im Blickfeld der stehenden „Geschäfteverrichter“ befinden sich nämlich kleine Infotafeln, auf denen Mythen und Vorurteile zur Elektromobilität mit Fakten angereichert bzw. widerlegt werden. Man verlässt das „Kaiserörtchen“ also immer etwas informierter, als man es betreten hat. Ansonsten gilt schlicht die „normative Kraft des Faktischen“, der sich niemand entziehen kann, der das rege Kommen und Gehen der vielen e-mobilen Gaste beobachtet. Aber nicht nur eher beiläufig verabreichte Bildungshäppchen werden dem Gast serviert. Regelmäßig finden auch Arbeitsgruppentreffen etwa zu Energie-, Umwelt- und E-Mobilitätsthemen im Konferenzraum statt und sogar mancher E-Autohersteller veranstaltet dort bereits österreichische Prämieren-Präsentationen und Probefahrevents seines neuesten Stromermodells.

Erfolgsfaktoren des e-mobilen Hotels Kaiserhof

Selbstverständlich profitiert der Kaiserhof in Anif auch von seiner Lage quasi am Knotenpunkt für Reisen Richtung Süden in die Steiermark, nach Kärnten oder auch Slowenien sowie in östlicher Richtung nach Ober-, Niederösterreich oder Wien. Das allein erklärt jedoch nicht den Erfolg dieses einzigartigen eMobility- Hotels. Dazu tragen auch weitere Faktoren bei wie etwa:

• Ein offensives und professionelles Marketing unter Verwendung moderner und kreativer Kommunikations-Tools
• Die Einbeziehung von social-media Plattformen zur „viralen“ Verbreitung eigener Angebote
• Verschiedene Arrangements mit e-mobilen Elemente in unterschiedlicher Preissegmenten
• Der Eintrag der hoteleigenen Ladestationen in entsprechende Verzeichnisse
• Die auffällige Inszenierung von Fahrzeugen und Platzierung von Ladeeinrichtungen
• Der Einsatz der E-Fahrzeuge als mobile Werbeträger via Eigenbranding
• Mitnahme eigener Elektrofahrzeuge zu geeigneten Messen und Veranstaltungen
• Das Scannen, Kontaktieren und Initiieren von Elektromobilisten-Netzwerken
• Die Veranstaltung von eMobility-Events
• Die sichtbare Eigenerzeugung „grüner“ Energie
• Der auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Hotelbetrieb

Für alle, die Ihre E-Cars an einem der inzwischen über 30 Ladepunkte des Kaiserhofs mit Strom versorgen wollen oder die neugierig auf besondere Fahrerlebnisse sind, hier der Kontakt:

Hotel Kaiserhof
Salzachtal Bundesstraße 135
A-5081 Anif bei Salzburg
Tel: +43 6246 8920
Fax: +43-6246-73706
E-Mail: office@kaiserhof-anif.at
Website: www.kaiserhof-anif.at

Bei der Einrichtung der komfortablen Zimmer spielt Holz eine wichtige Rolle, aus

Alle Bilder Kaiserhof; Bild Ehepaar Absenger: Netzwerk Kulinarik/wildbild.at
Autoren: Alexander Görbing/Peter Grett

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