Naturgenuss: Berghotel Rehlegg

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Das Berghotel Rehlegg in der Nationalparkgemeinde Ramsau bei Berchtesgaden verbindet auf einzigartige Weise Tradition mit Moderne und Nachhaltigkeit mit Genuss. Die Elektromobilität ist dabei eines von vielen Elementen, die den Anspruch des Hauses dokumentieren, respektvoll mit der Natur und ihren Geschöpfen umzugehen.

ELEKTROMOBILITÄT ERFAHREN

Das in der Berchtesgadener Nationalparkgemeinde Ramsau gelegene Berghotel Rehlegg ist weithin bekannt als Inbegriff von Kulinarik mit Bio-Produkten aus der Region. Ebenso für sein Wellness-Angebot und ein konsequentes Nachhaltigkeitskonzept.

Ein zentrales Element des umweltorientierten Hotelmanagements ist für die Inhaberfamilie Lichtmannegger die Organisation von nachhaltigen Mobilitätsangeboten für Gäste wie auch für Mitarbeiter. Und so hat sich das „Rehlegg“ inzwischen auch zu einem Hotspot der E-Mobilität entwickelt.

SAUBERER FAHRSTROM – SELBSTGEMACHT

Der dafür eingesetzte Ökostrom wird größtenteils selbst produziert. Aktuell befinden sich drei Ladepunkte am Hotel, 2020 wird ein großer Carport die Außenparkplätze mit einer PV-Anlage überdachen. Über diesen werden dann 50 kWh abgedeckt und ein 100 kWh- Speicher wird das Lademanagement von sechs neuen Ladestationen unterstützen. Bereits jetzt werden 75 Prozent des Strombedarfes des Hotels durch zwei Blockheizkraftwerks und Photovoltaik-Anlagen auf dem Hoteldächern erzeugt. Der restliche Strom kommt zu 100 Prozent aus Wasserkraft des Inns. Um den eigenen Restausstoß zu kompensieren, beteiligt man sich zusätzlich noch an Aufforstungen in Panama. Das Berghotel Rehlegg nimmt mit seinem Energiekonzept eine Vorreiterrolle ein. Als erstes Hotel in Oberbayern hinterlässt es einen positiven CO₂- Fußabdruck und bindet mehr Kohlenstoffdioxid als es verursacht. Es ist klimapositiv. Auf diese Weise kann sowohl der eigene e-mobile Fuhrpark an Vermiet- und Betriebsfahrzeugen mit sauberer Energie versorgt werden, als auch die (teil-)elektrischen Fahrzeuge der Hausgäste.

E-MOBILITÄT FÜR GÄSTE

Wer das Rehlegg nicht mit seinem eigenen Plug-in Hybrid oder einem Elektroauto ansteuert, kann sich ein „REH-mobil“, einen elektrischen Smart Fortwo, ausleihen, um die herrliche Umgebung im Nationalparkgebiet oder der Biosphärenregion zu erkunden. Leise, relaxt und abgasfrei. Und das kostenlose Angebot wird gerne genutzt, sogar von Gästen, die der noch ungewohnten, modernen Form der Mobilität zunächst eher mit Skepsis begegnen. Zunächst deshalb, weil die allermeisten später ausgesprochen positiv gestimmt von Ihrem E-Trip zurückkehren. Auch wenn Hotelchef Johannes Lichtmannegger selbst ein begeisterter E-Driver ist – seit kurzem auch mit einem Audi e-tron – hält er nichts davon, zu missionieren. Im Rehlegg wird niemand überredet, E-Mobilität, ganz im wörtlichen Sinne, zu erfahren. Die gut sichtbar an der Ladestation direkt neben dem Hoteleingang platzierten „REH-mobile“ wecken von ganz alleine die Neugierde der Gäste. „Das Fahrerlebnis ist der Schlüssel zur Akzeptanz“, weiß der kluge Hotelier. „Wenn die Leute erst mal das lautlose Dahingleiten und die rasante Beschleunigung erlebt haben, sind sie viel aufgeschlossener und wollen gleich mehr über die Fahrzeuge und Lademöglichkeiten wissen.“

Wo, wenn nicht inmitten einer alpinen Region kommen Menschen auf den Gedanken, sich beim Bergauf-Biken eine Portion Rückenwind in Form einer e-motorischen Unterstützung angedeihen zu lassen. Und so stellt das Berghotel seinen Gästen auch hochwertige E-Mountainbikes zur Verfügung. Fahrspaß pur, auch wenn der immer noch zu erbringende muskuläre Einsatz nicht zu unterschätzen ist. Geht es doch bei einigen Bike-Trails der Umgebung recht steil oder wie der Bayer sagt, „gach“ nach oben.

Es sind jedoch nicht allein die Gäste des Hauses, die sich in entspannter Urlaubsatmosphäre für E-Mobilität interessieren bis begeistern lassen, auch die Mitarbeiter-/Innen des Hotels sind längst überzeugte „Stromer“ und somit „E-Botschaft er“ in der Region. Stehen ihnen doch ebenfalls „REH-mobile“ für den Arbeitsweg zur Verfügung. Daneben gehören neben dem Audi e-tron noch ein Tesla und ein Renault Zoe zum umfangreichen E-Fuhrpark des Hotels.

KONSEQUENT REGIONAL UND NACHHALTIG

„Weniger, dafür besser“ lautet ein Leitspruch des Berghotels Rehlegg. Trefflicher lässt sich das Konzept des Hauses kaum beschreiben, das sich durch die Konzentration auf das Wesentliche bei hoher Qualität und den Verzicht auf ressourcenverbrauchenden Schnickschnack auszeichnet. Der konsequent praktizierte Anspruch nach Regionalität und Nachhaltigkeit wirkt dabei unaufdringlich und selbstverständlich. Vorleben statt missionieren, das ist die Devise der Vier-Sterne-Destination. Auch wenn Sie Konsequent Nachhaltig letztlich davon profitieren, bleiben viele der Maßnahmen den Gästen verborgen. So wird im Rehlegg etwa wird mit effektiven Mikroorganismen gereinigt. Diese sind abwasserfreundlich und grundwasserneutral. Sie bauen Verunreinigungen, Gerüche und Ablagerungen und wirken antistatisch.

Kostenloses Gästeangebot: Mit dem „REH-mobil“ das Berchtesgadener Land erkunden. Lautlos und emissionsfrei

Dadurch sammelt sich Staub nicht mehr so schnell auf Oberflächen an. Auf diese werden der Umwelt tonnenweise chemische Reinigungsmittel erspart. Und den Gästen ein angenehmes und gesundes Wohnklima geschaffen.

EINE REISE NACH INNEN

Das Rehlegg will mehr sein als ein Wellness-Hotel. Man möchte die Gäste zu einer Reise nach innen einladen. Angeregt durch einen ruhigen und zugleich kraftvollen Ort Reise nach Innen. Das Almwies’n SPA ist das Ergebnis sorgsamer Auswahl. Stephanie Lichtmannegger hat liebevoll erkundet, welche Materialien und Gegenstände Einzug halten. Viel Holz. Erdige Farben. Sanft e Beleuchtung. Kerzenschein.

Die Natur hat uns reich beschenkt. Der Nationalpark Berchtesgaden beginnt vor unserer Tür und unser Haus liegt mitten in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Das Bergsteigerdorf Ramsau setzt auf nachhaltigen, naturnahen Tourismus. Genauso wie wir. Diese Verantwortung übernehmen wir sehr gerne.

In der Almwies’n SPA kommt nur Naturkosmetik zum Einsatz. Inspiriert von der Rehlegger Leit’n, der steilen Bergwiese hinter dem Hotel, auf der fast 70 verschiedene Heilpflanzen und -kräuter wachsen, darunter Nelkenwurz und die kleine Braunelle, Schlüsselblumen, Hunds-Rosen, Johanniskraut und Minze, hat eine zertifizierte Kräuterpädagogin eine eigene Naturkosmetik-Serie für das Hotel kreiert. Die „Rehlegger Kräuterfee“ ist nach strengen ökologischen Richtlinien hergestellt. Wer möchte, kann die „Rehlegger Kräuterfee“ auch im Hotelshop erwerben.

Yoga wirkt beruhigend und ausgleichend, aber auch kräftigend und stärkend. Franz Lichtmannegger praktiziert Yoga seit über 30 Jahren und kooperiert mit renommierten Yogaschulen. Regelmäßig finden im Rehlegg Yoga-Retreats statt.

Wer es noch schweißtreibender haben möchte, dem/der steht im Fitnessraum ein kompletter Zirkel für Kraft training zur Verfügung. Jogger und Trailrunner begeben sich auf eine 8 km lange Route, direkt vom Hotel weg zum Hintersee, am Bach entlang, durch den Zauberwald, um den See und zurück. Und schließlich kann man in den 6-Sterne-Pools, dem Außenbecken und sogar im Hallenbad mit seinen großen Panoramafenstern gleichsam dem Watzmann entgegen schwimmen.

NATUR PUR ERLEBEN

Das Rehlegg liegt in der Nationalparkgemeinde und im Bergsteigerdorf Ramsau. Die in der Nachhaltigkeitsinitiative Bergsteigerdörfer vereinten Ortschaft en sind Alpinismuspioniere in ihren Regionen. Deshalb haben die Berge und das Bergsteigen im kulturellen Selbstverständnis der Einheimischen und Gäste einen hohen Wert. Hier ist das Bewusstsein über den notwendigen Einklang zwischen Natur und Mensch noch lebendig und man respektiert natürliche Grenzen.

Im Jahr 1978 wurde mit dem ersten und einzigen deutschen Alpen-Nationalpark, dem Nationalpark Berchtesgaden, ein Rückzugsgebiet für die Natur geschaffen. Heute erfüllt der Nationalpark Berchtesgaden zahlreiche weitere Aufgaben rund um Naturschutz, Forschung, Erholung und Bildung. Mit seinem Wege-Netz mit über 250 Kilometern an Wegen und Steigen ist der Nationalpark das perfekte Revier zum Wandern. Der Alpen-Nationalpark Berchtesgaden ist zudem Teil der Unesco Biosphären-Region Berchtesgadener Land. Hier lassen sich die Stimmen der Vögel, Enzian und Edelweiß, Murmeltier und Steinadler bestaunen. Das angebotene Gäste- Programm umfasst Exkursionen, Ausflüge in der Gruppe und Erlebnisse für die ganze Familie.

Wer sich über die unmittelbare Naturbegegnung hinaus zusätzliches Wissen aneignen möchte, sollte unbedingt das spektakuläre Berchtesgadener Nationalparkzentrum, das „Haus der Berge“ besuchen. Dieses ist nämlich weit mehr als nur ein Museum: Es vereint Informationszentrum, Bildungszentrum und Erlebnisgelände zu einem harmonischen Dreiklang.

KULINARIK MIT MEHRWERT

Lebensmittel sind Mittel zum Leben. Im Rehlegg erfahren sie höchste Wertschätzung. Nicht nur, um den Gästen Gerichte Beliebtes Ausflugsziel: Der Königssee Bekannte Nationalpark-Bewohner: Alpenrose, Edelweiß, Murmeltier und Steinbock Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ feinster Qualität servieren zu können, sondern auch aus innerster Überzeugung der Hoteliers. Der achtsame Umgang mit den Produkten liegt den Lichtmanneggers am Herzen – vom Anfang bis zum Ende, von der Erzeugung bis zur Zubereitung. Entsprechend konsequent wird das „True Food“-Konzept des Hauses auch umgesetzt.

Gute Zutaten sind die Basis jeder guten Küche, sie sind der beste Koch. Die Speisekamer des Rehlegg ist die Natur vor der Haustüre. Sie liefert erstklassige, je nach Jahreszeit verschiedene und frische Produkte. Unverfälschte, unbehandelte und „ungequälte“. Wer nicht nur vom Respekt vor allen Lebewesen – den bäuerlichen Lieferanten einbezogen – redet, sondern ihn auch praktiziert, muss entsprechend investieren. So haben die Produkte im Rehlegg nicht nur ideellen Wert, man lässt sie sich auch etwas kosten. Zum Wohle des Gastes, aber auch aller tierischen, pflanzlichen und menschlichen „ Partner“. Alles das geschieht im Berghotel aus absoluter Überzeugung und als Ergebnis von bewussten Entscheidungen. Nicht zufällig und schon gar nicht aus Marketinggründen.

QUALITÄT AUS DER REGION

Regionale Lebensmittel haben Vorrang und wo immer es möglich ist, auch solche aus ökologischer Erzeugung. Und die Lieferanten und Partner werden nicht nur nach der Qualität ihrer Produkte ausgewählt, sie teilen auch die Werte und das Engagement des Gastbetriebs.

Das passende Ambiente zum Genuss der regionalen, unverfälschten Köstlichkeiten

So stammen Fisch, Fleisch und Geflügel fast ausschließlich aus artgerechter, kleinbäuerlicher Haltung. Die Brauerei deckt ihren kompletten Energiebedarf aus regenerativen Energieträgern, die Kelterei pflegt alte, fast vergessene Obstorten und die Molkerei stellt Milchprodukte mit Herkunftsgarantie her. Ganz natürlich und ohne Gentechnik. Der Privatröster kennt seine Kaffeebauern persönlich, das Mineralwasser entspringt der nahen Bergwelt und im hauseigenen Garten gedeihen schmackhafte Küchenkräuter.

EXKLUSIVE REHLEGG-SPEZIALITÄTEN

Wer unter exklusiven Produkten solche von höchster Qualität versteht, liegt mit Sicherheit richtig. Manche Köstlichkeiten in deren Genuss Gäste des Berghotels kommen, sind indes nicht nur besonders schmackhaft , sondern auch insofern exklusiv, als sie ausschließlich im Rehlegg erhältlich sind. Um eine derartige Sonderstellung zu erlangen, bedurft es schon eines außergewöhnlichen Engagements. Wie etwa bei der Rettungsaktion des Schwarzen Alpenschweins.

GLÜCKSSCHWEINE

Als sich Johannes Lichtmannegger einst nach einer Bezugsquelle von Schweinefleisch aus artgerechter Bio-Haltung umsah, war ihm bewusst, dass es schwierig sein wird, sein Regionalkonzept auch bei der Auswahl einer geeigneten, robusten Rasse, die sich für eine Freilandhaltung im alpinen Regionen eignet, konsequent umzusetzen. Zwar gibt es noch Restbestände von ursprünglichen Schweinerassen, aber diese stammen wie etwa die Mangalicas, Turopoljes oder Sattelschweine aus (süd-)östlichen Nachbarländern oder aus nördlichen Gefilden. Doch gerade als es schien, dass man sich mit einem Kompromiss abfinden müsse, elektrisierte den Hotelier die Nachricht, man hätte auf abgelegenen Höfen Südtirols zufällig noch kleine Restbestände einer für ausgestorben gehaltenen, einstmals im Alpenraum verbreiteten Schweinerasse entdeckt. Höchste Zeit ein ehemals bayrisches „Kulturgut“ auf vier Beinen wieder in seine alte Heimat zurück zu bringen, dachte sich Johannes Lichtmannegger und erwarb sogleich ein paar der Tiere und lies sie von zwei Partnerbauern hegen und vermehren.

Besser hätten es die vierbeinigen Raritäten gar nicht treffen können, denn die Rehleggschen Schwarzen Alpenschweine haben es gut, sie dürfen nämlich ins Freie. Und zwar den ganzen Sommer. Auf eine eigene weite Bergwiese mit viel saftigem Gras und Matsch zum Suhlen. Und sie danken es am Ende ihres glücklichen Daseins wie alle ursprünglichen Rassen mit reichlich Fett – und wenig Fleisch. Hört sich nicht gerade nach ersprießlichem Lohn für die mit hohem Aufwand verbundene, artgerechte Freiland-Haltung auf Almwiesen an. Merkwürdig, warum aber pilgern dann Gourmets geradezu zum Rehlegg, nur um einen Happen köstlichster Glücks-Schweinereien zu erhaschen? Weil eben Fett ein herrlicher Geschmacksträger ist und weil das Fett des Alpenschweins mit seiner festen Konsistenz nicht zu vergleichen ist mit der tranigen, weißlichen Masse mancher hochgezüchteter Artgenossen, die zu Lebzeiten nie die Sonne sehen durften. Kenner stürzen sich besonders auf den Lardo, den gereiften Fettspeck nach traditioneller italienischer Rezeptur. Wer dazu nach einem passenden Getränk Ausschau hält, wird auch hierbei in der exklusiven Raritäten- Schatzsammlung des Rehlegg fündig.

REHBOCK FLÜSSIG

Die uralte Getreidesorte „Laufener Landweizen“ soll im Rupertiwinkel erstmals im 16. Jahrhundert angebaut worden sein, war aber später vollkommen in Vergessenheit geraten. Bis Mitarbeiter der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege Restbestände an Saatgut entdeckten. Der Laufener Landweizen ist bestens an die regionalen Bedingungen angepasst, gedeiht ohne chemischen Pflanzenschutz, da er wenig anfällig für Bodenfeuchtigkeit ist und somit resistenter gegen Pilzbefall. Außerdem erhält er deutlich weniger Gluten gegenüber den modernen, hochgezüchteten Weizensorten. Getreu dem Motto zur Erhaltung bedrohter Rassen und Sorten „Retten durch Essen und Trinken“ machten sich die Rehlegger sogleich daran, herauszufinden, welche Produkte sich aus diesem Urkorn herstellen lassen. Gemeinsam mit dem befreundeten Lieferanten, der Brauerei Wieninger in Teisendorf wagte man schließlich das Experiment aus 1,3 Tonnen Laufener Landweizen Bier zu brauen. Was selbst für den erfahrenen Braumeister Neuland bedeutete.

Nur im Berghotel erhältliches Duett: Köstliches vom Alpenschwein und „Rehlegger Rehbock“

Sortenrettung hin, Exklusivität her – am Ende entscheidet einzig der Geschmack, ob es sich lohnt, das Projekt weiter zu verfolgen. Inzwischen steht fest: Experiment bestens gelungen, schon läuft der Inhalt von 5000-6000 Flaschen des „Rehlegger Rehbock“, einem prächtigen Weizen Doppelbockbier, jährlich durch die Kehlen der Hausgäste. Und nur von diesen. Exklusiv.

BAVARIAN KAVIAR

Wer an Kaviar denkt, der assoziiert damit unweigerlich Russland oder den Iran. Dabei war der Stör ursprünglich auch in Zentraleuropa beheimatet. Durch Übernutzung der Bestände, Wilderei, Verschlechterung der Wasserqualität und Barrieren bei der Wanderung sind die meisten Störarten heute stark bedroht. Umso wichtiger ist es, die urtümlichen Knochenfische zu züchten, um die Nachfrage nach kostbarem Kaviar zu befriedigen und dabei die Naturbestände zu erhalten. Wenn das so einfach wäre… Lange Zeit widmeten sich nur wenige Betriebe der Haltung und Vermehrung dieser komplizierten Species. Und weil die Qualitäten des Zuchtkaviars meist deutlich hinter denen des „Wildkaviar“ zurückblieben, nahmen vielen Züchter später Abstand von ihrem Störprojekt. Auch, weil Züchter ganz viel Geduld benötigen, da die Tiere extrem langsam heranwachsen. Zudem Wasser bester Qualität und hohe Fachkenntnis über Haltung und die eigentliche Kaviarproduktion. Voraussetzungen, die die beiden Fischmeisterinnen Nicole und ihre Mutter Ulrike Bayrhammer aus der Nationalparkgemeinde Schönau mitbringen. Und jede Menge Leidenschaft dazu. Und einen vom Großvater übernommenen Bestand von 50 bis 80 teilweise über 50 Jahre alten Zuchttieren. Die Damen beherrschen ihr Handwerk, schließlich beliefern sie – exklusiv – das Berghotel mit Kaviar von höchster Beluga-Malossol Qualität. Die Sorte Beluga weist die größte Körnung unter den Störarten auf und ist einzigartig mild und sahnig. Der Hinweis „malossol“ steht für „leicht gesalzen“. Die Sorte „Rehluga“ ist inzwischen sogar offiziell beim Deutschen Patentamt eingetragen.

Dem nachhaltigen Ansatz des Hauses entsprechend, findet nicht nur der Kaviar, sondern das ganze Tier in der Küche Verwendung. Sein weißes, festes und grätenloses Fleisch lässt sich hervorragend räuchern oder grillen. Besonders beliebt ist das Stör-Tartar des Küchenchefs.

ARCHE DES GESCHMACKS

Das konsequente kulinarische Konzept des Rehlegg beweist, dass die Erhaltung alter, regionaler Rassen und Sorten mit einem „MehrWert“ verbunden ist, der weit über den Stolz, Raritäten zu bewahren, hinausreicht. Die Vereinigung Slow Food Deutschland erklärt traditionelle, regionale Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen zum „Passagier der Arche des Geschmacks“. Um sie vor dem Vergessen zu bewahren und zu erhalten. Und um den Konsumenten wieder ursprüngliche, handwerklich hergestellte Produkte von besonderer Qualität nahe zu bringen. Angenehmer lassen sich die Bemühungen um den Erhalt der biologischen Vielfalt wohl kaum mit besonderen Genusserlebnissen verbinden, wie im „Retten durch Essen“ Angebot des Berghotels Rehlegg.

Und wenn die Lichtmanneggers in ihrer Umgebung mal keinen Erzeuger finden, der Ihnen Produkte von bedrohten, ursprünglich heimischen Lokalrassen liefern kann, dann nehmen sie die Sache einfach selbst in die Hand. Wie beim Alpenschwein oder auch der einzigen bayrischen Hühnerrasse, dem extrem bedrohten Augsburger Huhn mit seinem charakteristischen Becherkamm. Nach längeren Recherchen wurde schließlich ein geeigneter Züchter ausfindig gemacht, von dem man einen Hahn und 15 Hühner erwarb und bei einem Partnerbetrieb in Bayrisch Gmain unterbrachte. Dort dürfen sich die robusten, widerstandsfähigen Tiere natürlich im Freien mit ganz viel Auslauf fast ein Jahr lang bewegen. Im Gegensatz zu eingepferchten Turbo-Masthühnern, deren Dasein als „Fressmaschinen“ meist schon nach einem Monat endet.

Bayerischer Schweinebraten – das Rehlegg Rezept

Knusprig, saftig und traditionell
Seit 2015 lässt das Berghotel Rehlegg eigene Schweine züchten. Beim Biobauer-Partner Sebastian Kettenberger werden die Tiere draußen und artgerecht gehalten und nur mit hofeigenem Futter versorgt. Gutes Fleisch ist die Grundvoraussetzung für einen guten Schweinebraten. Kaufen Sie am besten beim Metzger Ihres Vertrauens ein.

Was brauchen Sie?
Was Deftiges:
• 2,5 kg Schulter mit Schwarte vom Schwein

Zum Würzen:
• 1 TL Kümmel
• Salz, Pfeffer
• 1 TL Beifuß
• Knoblauch, Paprika
Was G`sundes:
• 1 Zwiebel
• 1 Gelbrübe
• 1 Stück Knollensellerie
• Schwingt die Kochlöffel

Nachdem Sie alle Zutaten zusammen haben, kann`s schon losgehen mit dem bayerischen Dauerbrenner! Schneiden Sie zuerst die Zwiebel in Scheiben und legen Sie sie anschließend unter das Schweinefleisch in einen großen Topf (achten Sie dabei darauf, dass die Schwarte des Fleisches nach unten gerichtet ist). Übergießen Sie alles mit kochendem Wasser, bevor Sie das restliche Gemüse hinzugeben. Anschließend können Sie alles eine Stunde lang auf niedriger Stufe köcheln lassen. Jetzt müsste sich schon langsam der typische Duft nach leckerem Essen breit machen, bei dem einem das Wasser im Munde zusammenläuft . Soweit so gut. Heizen Sie jetzt den Ofen vor – ca. 130 ° Celsius müssten ausreichen und schneiden die Schwarte rautenförmig ein (ähnlich wie die bayerische Flagge). Würzen Sie das Fleisch kräftig mit Salz und Pfeffer. Achtung: Schütten Sie die Kochflüssigkeit nicht weg, die brauchen Sie später noch für die Sauce. Jetzt kommt der Braten für insgesamt 2,5 Stunden in den Ofen. Während der letzen ca. 15 – 20 Minuten kommt das wichtigste: Sie nehmen den Braten aus dem Ofen und machen die Sauce, währenddessen heizen Sie den Ofen auf 220° bis 230° Celsius auf. Nun kommt der Braten wieder in den Ofen und wird 15 – 20 Minuten bei hoher Hitze gebraten bis er eine schöne Kruste hat. Wichtig den Braten jetzt auf keinen Fall mehr begießen! Die Natursoße aus dem Topf können Sie direkt zu Ihrem fertigen Braten reichen. Sollte sie zu dickflüssig sein oder zu gewürzt schmecken, fügen Sie einfach ein wenig Wasser hinzu. Ist sie zu dünn, kann man sie mit ein wenig Sojasoße nachwürzen. Traditionell reichen wir in Bayern zu unserem Schweinebraten Kartoffelknödel und warmes Kraut.

An Guadn!

Hotel-Video:

Geschrieben von
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